Untersuch

Wie sehr sich die Zahnmedizin in den letzten dreissig Jahren verändert hat, sieht man sehr an der normalen Jahresuntersuchung.

Früher wurde nur geguckt und mit einer relativ groben Sonde in den Grübchen herumgestochert, ob man vielleicht mit etwas Kraft in die Tiefe käme. Regelmässige Röntgenbilder waren zumindest noch nicht in allen Praxen selbstverständlich. Die meisten Patienten hatten 25 Füllungen, und regelmässig wurden alle Zähne getestet, ob sie noch leben - was äusserst unangenehm war und obendrein sehr viele falsche Ergebnisse lieferte. Um das Zahnfleisch und anderes wurde sich kaum gekümmert.

Heute dagegen wird nach der Durchmusterung mit einer extrem feinen Sonde nur zart getastet, ob die Grübchen dicht sind. Um zu beurteilen, ob eine Füllung notwendig ist, verlässt man sich mehr auf das Röntgenbild. Statt der Zahnfolter mit Kälte ist jetzt die genaue Untersuchung des Zahnfleisches zentraler Teil der Untersuchung geworden: Inzwischen bürsten sich mehr Menschen das Zahnfleisch kaputt als dass sie es zu sehr vernachlässigen. Am Ende der Untersuchung werden noch die Kiefergelenke geprüft und die Mundhöhle, vor allem der Mundboden, auf Vorläufer von Krebs untersucht.

wie entdecke ich Karies ("Löcher")?

Grob gesagt etwa so:
  • 35% mit Spiegel und Sonde
  • 60% mit Röntgenbildern
  • 4% findet meine Prophylaxeassistentin unter Zahnstein verborgen
  • 1% übersehe ich (meist sehr kleine Löcher, die dann im nächsten Jahr sichtbarer sind)

Digitales Röntgen

Offenbar bin ich immer noch der einzige Davoser Zahnarzt, der digital röntgt. Die Vorteile sind erheblich:
  • keine Umweltbelastung durch Chemikalien
  • wesentlich bequemer für uns
  • dramatisch reduzierte Strahlenbelastung für Sie:
    der "Schaden" durch eine Röntgenaufnahme entspricht etwa dem Trinken von 8 Liter Milch (durch darin natürlich enthaltenes radioaktives Kalium-40!) oder wie ein Tag Skifahren am Jakobshorn (durch Höhenstrahlung) oder wie ein Monat wohnen in bestimmten Gegenden des Landwassertals (durch aus dem Boden austretendes Radon-Gas).